Landesregierung bricht ihr Wort: Kein Geld für die Eingliederung von Flüchtlingen

Veröffentlicht am 19.10.2017 in Ratsfraktion

Entgegen der Ankündigung von CDU und FDP in der Zeit ihrer Opposition wird die Landesregierung die sogenannte Integrationspauschale 2017 nicht an die Kommunen weitergeben. „Wir sind bitter enttäuscht, dass das Land so entschieden hat“, bekräftigt der Wittener SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Rath. Angesichts der Ankündigungen vor der Wahl könne man das nur als klaren Wortbruch bezeichnen.

„Bereits in der vergangenen Legislaturperiode und auch in ihrem Wahlprogramm hatte die CDU im Landtag vehement eine vollständige Weiterleitung der Bundesmittel an die Kommunen gefordert. Auch die FDP hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, den Großteil der Gelder weiterzuleiten“, nennt Claus Humbert, sozialpolitischer Sprecher der Wittener SPD-Fraktion, Details. Nach der Wahl sei davon nun keine Rede mehr: „Für die Stadt Witten ergeben sich so finanzielle Lücken, die nur schwer zu füllen sind.“ Wie groß sie sind, soll eine Anfrage an die Stadtverwaltung klären.

 

Auftrieb für Rechtspopulisten

 

Der Fraktionsvorsitzende sieht die Integration der Geflüchteten als „eine der großen Herausforderungen der nächsten Zeit“ an. Das Land erhalte jährlich vom Bund 435 Millionen Euro, um die Eingliederung vor Ort zu erleichtern. Uwe Rath befürchtet: „Wenn von diesem Geld nichts bei den Kommunen ankommt, wird diese Herausforderung schwer zu stemmen sein.“ Das Verhalten der Landesregierung verschaffe so den Rechtspopulisten weiteren Auftrieb.

 

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